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  • Preisträger

    Peter Lachmuth
    Deutscher Kampfkunstpreis 2017

    Es gibt Meister, die treten auf, wie sie gerne wären, und nicht wie sie wirklich sind. Es gibt Meister, die halten sich für unfehlbar. Es gibt Meister, die ruhen sich aus auf dem Status eines Meistergrads. Und es gibt Peter Lachmuth. An Authentizität, Bodenständigkeit und persönlichem Einsatz kann diesem Budo-Helden niemand so leicht das Wasser reichen.

    Mit dem 8. Dan im ASD-Karate, dem 5. Dan im Kickboxen und dem 1. Dan im Jiu-Jitsu, mit den verschiedensten Funktionärspositionen, mit vielen Ehrungen und nicht zuletzt mit seiner Sportschule “Tai-Do” hat Peter Lachmuth im Laufe seines Budolebens schon unzählige Graduierungen und Auszeichnungen errungen und verliehen bekommen. Er hat mitgeholfen, das Kickboxen in der BAE aufzubauen und den unverwechselbaren Charakter des ASD-Karate zu vermitteln und zu bewahren. Unverwechselbar ist auch sein eigener Charakter – nie erlebt man ihn allzu ernst, nie hört man von ihm Abfälliges über andere, nie macht er “halbe Sachen”, aber immer auf seine eigene Art. Das Kind in ihm ist nie ganz erwachsen geworden und genießt es, das Leichte und Verspielte in seiner Einstellung zu Sport und Menschen mit anderen zu teilen.

    Auch der Deutsche Kampfkunstpreis 2017 wird diesem Westfälischen Original nicht zu Kopfe steigen. Aber er wird vielen Menschen zeigen, wie verschieden und individuell große Meister sein können, und wie viele wunderbar menschliche Eigenschaften, die andere nur mit großer Disziplin erreichen können, Peter Lachmuth mit unverwechselbarer Leichtigkeit auf sich vereint.

    Andreas Walter / Kampfkunstschule Wolfschlugen
    Dojo des Jahres 2017

    Wer das Dojo-Portrait im “Budo International 70/2017″ gelesen hat, der kennt sie schon in aller Ausführlichkeit: Die “Wölfe” aus Wolfschlugen. Ein Dojo, das von Andreas Walter mit großem Erfolg in der 2. Clubleiter-Generation geleitet wird, das seinen Schwerpunkt innerhalb weniger Jahre im Bereich des Kinder-Jiu-Jitsu spektakulär ausgebaut und jenen der realistischen ATK-Selbstverteidigung souverän und prinzipientreu weitergeführt hat. In beiden Disziplinen ist Dojoleiter Andreas Walter (5. Dan) selbst ein großer Könner, der schon einige herausragende Meisterprüfen abgelegt hat. Zusammen mit seinem Team führt er die Wolfschlugener Kampfkünstler erfolgreich zu Seminaren und Meisterschaften, die er vorbildlich unterstützt, sowie zu Einsätzen als Ausrichterteam bei Lehrgängen und Danprüfungen. Der Erfolg seiner Sportler zeigte sich zuletzt in der Ranglistenführung, die er mit seinem Jiu-Jitsu-Kinder-Kampfteam erringen konnte.

    Wir freuen uns darauf, die “Wölfe” in Zukunft in weiter steigender bei den verschiedensten Veranstaltungen zu begrüßen und selbst bald wieder bei ihnen zu Gast zu sein.

    Nico Weiland
    Horst-Weiland-Preis 2017

    Fußball. Das war es, was er immer schon wollte. Natürlich, als Sohn von Horst und Hanna Weiland war Kampfsport DAS Alltags-, Freizeit- und Familienthema. Aber Nicos Herz blieb immer geteilt zwischen Rasen und Matte. Dabei zeigte er früh ein ausgesprochenes Talent vor allem für Jiu-Jitsu, das ihn bis zum Europameistertitel führte. Aber wer Nico kennt, der weiß, daß er Erfolge (ebenso wie Hindernisse) nie allzu schwer genommen hat. Und so war auch der EM-Titel kein Grund für ihn, weniger Fußball zu spielen oder besonderen Wert auf viele Kampfsport-Prüfungen zu legen. Obwohl – oder weil – er jede Kampfsportleistung mit Leichtigkeit erreichte, fand er den formellen Part immer zweitrangig und kümmerte sich nicht um Auszeichnungen oder Meistergrade. Worum er sich jedoch umso mehr kümmerte, waren seine Schüler, für die er auch trotz Fußball immer Zeit gefunden hat. Egal ob wuselige Kleinkinder, rebellische Heranwachsende, sensible Halbstarke oder anspruchsverwöhnte Erwachsene – Nico Weilands Geduld, Einsatz und Kreativität im Training sind herausragend, obwohl er auch davon, wie von den meisten Dingen, die ihn betreffen, wenig Aufhebens macht.

    Heute unterrichtet er Jiu-Jitsu, ATK-SV und Kickboxen, ist bei Seminaren insbesondere im Kinder- und Jugendbereich tätig und ist Tag für Tag in vollem Einsatz für die Kampfkünste. Diese Leistungen sollen mit dem Horst-Weiland-Preis 2017 ihr verdientes Rampenlicht bekommen.